Warum wälzen sich Hunde?
Eine interessante Frage, die sich wohl schon viele Hundebesitzer gestellt haben ist:
Warum wälzt sich der Hunde auf stark riechenden Gegenständen wie zum Beispiel Aas, Schweineohren, Rinderohren, getrockneter Pansen oder auch Ochsenziemer?
Dies liegt am Urinstinkt des Wolfes, so vermutet man. Um seinen eigenen Geruch zu tarnen nutzt der Hund genau diesen kleinen Trick. Dies benötigt er besonders bei der Jagt. Hervorragend sind daher stark riechende Sachen wie zum Beispiel getrocknete Schweineohren, getrockneter Rinderpansen, getrocknete Rinderlunge, Ochsenziemer oder auch Aas. Immer wieder beobachtet man daher, dass wenn man seinem Vierbeiner ein getrocknetes Schweineohr oder Pansen füttert, er sein Leckerli erst einmal in den Mund nimmt, sich freut und sich anschließend einen geeigneten Platz in der Wohnung oder im freien auf der Wiese sucht und sich in aller Ruhe auf seinem Leckerbissen oder Ähnlichem gründlichst, meist auf dem Rücken wälzt. Damit verdeckt der Hund seinen eigenen Geruch. Nun kann er bequem als Schweineohr, Rinderpansen, Rinderlunge, Ochsenziemer oder Ähnlichem getarnt die Jagt antreten. Der Hunde ist daher nicht so leicht am Geruch zu erkennen. Sieht seine Beute den Hund, und erkennt die Gefahr, ist es meistens zu Spät. Durch seine Schnelligkeit und durch seine Wendigkeit hat seine beute meist keine Chance.
Dies ist auch möglicherweise eine Erklärung dafür warum Hunde stark riechende Sachen lieber verzehren, als weniger riechende Sachen. Da ein Schweineohr mehr Eigengeruch hat als beispielsweise ein Rinderohr, ist dies eventuell die Erklärung, warum unsere Vierbeiner, egal ob Groß oder Klein das Schweineohr bevorzugen. Ebenso ist getrockneter Pansen vom Rind durch seinen starken Eigengeruch bei Hunden sehr beliebt. Das Selbe trifft zu bei Ochsenziemer, Rinderlunge ( je nach Lieferant jedoch stark oder weniger Stark riechend), geschnittene Schweineohren, Schlundfleisch auch Dörrfleisch genannt, aber auch Schuhe, Holzstücke und Fisch.
Nicht zu vergessen ist jedoch auch, dass jeder Hunde seinen eigenen Geschmack hat, und sich daher auf spezielle Trockenmittel fixiert. So zum Beispiel frisst Trixi vom Nachbarn Müller lieber getrocknete Rinderlunge, und Hannes von der lieben Heike lieber ein getrocknetes Ohr vom Rind. Man sollte also seinen besten Partner Hund, wenn dieser sich seinen Nachtisch mitnimmt und sich darauf wälzt, nicht daran hindern. Es ist schließlich eine Tier, welches aus der Natur stammt. Genau wie wir Menschen halt eine Zigarette rauchen, um unsere Lust oder Gewohnheit zu befriedigen, brauch der Hunde dieses Ritual. Ideal ist es natürlich, wenn man einen geeigneten Garten, mit einer großen Wies besitzt. Dann bleibt einem der Geruch welcher durch beispielsweise Pansen, Schweineohren und Co entsteht erspart. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Hund von Welpen Alter an so zu erziehen, dass er sein Leckerli immer nur im Hundekörbchen vertilgt. Man kann anschließend bequem den Stoffbezug abziehen, und einfach in der Waschmaschine bei mindestens 65° waschen. Trocknen, Neu beziehen und fertig ist. Sollte man Teppiche in der Wohnung oder in seinem Haus verlegt haben, bietet sich an die Fütterung des Hundes mit stark riechenden Trockenkauartikeln auf Bereiche innerhalb der Wohnung oder des Hauses mit Gefliesten oder mit Parkett verlegten Fußböden zu begrenzen. Weniger stark riechende Trockenkauartikel sind zum Beispiel Knochen aus getrockneter Rinderkopfhaut, welche man bedenkenlos füttern kann.